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Für seinen Nachkriegssprössling war Vater der Größte!
Ein frommer Mann. Ohne Makel. Ohne Vergangenheit.
Wegen ihres bevorstehenden Streifzugs geriet der Junge vor Freude schier aus dem Häuschen:
„Mama! Morgen holt Papa mit mir einen Tannenbaum.“

Idyllische Weihnachtsstimmung.
Doch die Geister der Vergangenheit rauben Egon Aichenstett den Schlaf.
Auch sein Geständnis vor den christlichen Brüdern bringt sie nicht zum Schweigen,
sondern führt zu einem schrecklichen Verbrechen an seinem jüngsten Sohn, Peter.
Der flüchtet in die Welt der Fantasie.
Wird sich die Prophezeiung der Priesterin der Ekstase erfüllen?

Nach einem halben Jahrhundert der Verdrängung bricht der Autor sein Schweigen.

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Rezensionen von LeserINNEn

"Heinz Scheel ist mit „Krankalla - Verdunkelte Seelen“ ein außergewöhnliches Werk gelungen.
Es ist tiefgründig und beinhaltet viele Aspekte des menschlichen Lebens.
Die gewählte Ausdrucksweise, die teilweise auch lyrisch ist, macht es besonders wertvoll.
Das Buch verdient einen Preis."

Brigitte Stanke
(Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Brigitte Stanke)

 

"Durch Zufall stieß ich auf das Buch „Krankalla  - Verdunkelte Seelen“ von Heinz Scheel.
Selten hat mich ein Werk dermaßen fasziniert, dass ich es an einem
Wochenende gewissermaßen „verschlungen“ habe.
Es war ungewöhnlich, facettenreich und spannend,
kurz ein Lese-Highlight  für mich!!!"

Ria Fietze, Oktober 2020
(Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Ria Fietze)

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LESEPROBE

Der einstige Hofbesitzer hatte bessere Zeiten erlebt.
Durch einen Ermittlungsdienst für die Gestapo im Herbst ’39 hatte er das Überleben der Familie gesichert.
Mit Bravour. Dadurch hatte er auch die Möglichkeit, sich als Feuerwehrpolizist auszuzeichnen.
Rasch wurde er wohlhabend. Je mehr darüber seine Lebensweise als Bauer in den Hintergrund trat,
desto farbiger erschien ihm die in Aussicht gestellte grandiose Zukunft. Das kommende Tausendjährige Reich.
Dafür setzte er sich hundertprozentig ein und parierte mit der sprichwörtlichen Treue eines abgerichteten Schäferhundes.

In einem unterirdischen, kolossalen Rüstungswerk bewältigte er die Schwierigkeiten seines Amtes mit Schneid.
Wie ein Fels in der Brandung stand er seinen Mann, übertrumpfte SS-Schergen in der Fabrik und wurde zum Truppführer befördert.
Tollwütig geworden erteilte er todsichere, todbringende Befehle, bis die sowjetische Armee anrückte.
Zu guter Letzt wurde er als Veteran in den Volkssturm eingereiht.
Als vor seinen Augen eine Fliegerbombe detonierte, blendete eine Lichterscheinung den getreuen Diener des Vaterlandes.
Die Glut seiner Kriegsleidenschaft sowie sein Herz für den Führer und das Hakenkreuz verbluteten.
Er wurde ein gottergebener Eiferer und betete seinen neuen Herrn, den gekreuzigten Jesus Christus an.

Die Vorfreude, dessen Geburtstag zu feiern, gönnte der Familie keine Pause zum Verschnaufen.
Die Hausfrau hatte den Badeofen mit dem Wassertank aus gehämmertem Kupfer geschürt und legte ständig Briketts nach.
Außer vor Ostern und Heiligabend badeten sie nur am Samstag.
Herr Vater und sein Söhnchen schleppten den Christbaum ins Wohnzimmer
und ließen anschließend ihre Winterschuhe im Korridor fallen.
Von der Wohnungstür über die Diele führten Fußstapfen aus Dreck, Schnee und Sägespänen zum Baum und wieder zurück.
„Lasst eure Schlorren gefälligst vor der Tür stehen!“, zeterte die Mutter, „wie oft soll ich das sagen?“
Sie holte Eimer und Lappen und wischte und polierte. Hinter jeder Staubflocke war sie wie der Teufel hinter der armen Seele her.
Heute blinkte alles auf Hochglanz.
„Wo habt ihr euch so lange rumgetrieben?“, wollte sie wissen, „wart ihr zum Frühschoppen in der Kneipe?“
Es war Mittagszeit, zwölf Uhr vorbei.
„Nein. Wir sind weit gelaufen, um einen Baum zu finden. Du schmückst ihn so wunderbar“, flötete ihr Gemahl, „wann gibt es Essen?“
„Erst wird gebadet!“, ordnete sie an, „Peterchen, du gehst sofort in die Wanne! Du siehst durchgefroren aus. Ab ins Bad!“
Kaum war der Bub im Badezimmer, quengelte er: „Mama! Es ist nicht genug Wasser in der Wanne.“
Sie wirbelte hinter ihm her: „Mach keinen Zirkus! Zieh dich aus!“
„Ganz nackig?“, kicherte der Kleine.
„Soll ich nachhelfen?“, schmunzelte sie.
Er zog sich aus und kletterte in die Badewanne. Die Mutter schrubbte seinen Rücken und wusch ihm die Haare.
Vater steckte den Kopf zur Tür herein: „Hast du eine Gans gekauft?“
„Ja! Du Nervensäge! Sonst noch Fragen?“
Ihr süßer Spatz hatte eine: „Mama, warum ist Wasser nass?“
„Weil Fische nicht auf dem Trockenen schwimmen können und keine Füße haben.“
„Mama! Warum haben sie keine Füße?“
„Weil sie Flossen haben.“
„Mama, warum haben Fische Flossen?“
„Damit sie im Wasser schwimmen können.“

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INFORMATIONEN ZUM BUCH

Heinz Scheel
KRANKALLA
Verdunkelte Seelen
ISBN:  978-3-903190-35-1
1. Auflage Sept. 2020, Hardcover, Fadenheftung, Lesebändchen
Freigegeben ab 16 Jahren!
420 Seiten, € 24,20

 

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